Obstbaubewässerung

Beregnung lohnt!

Mikrosprinkler oder Tropfer

"Hängender Mikrosprinkler für dichte Pflanzungen –
Stehender Mikrosprinkler, der eine grössere Fläche abdeckt?"

Die lokalen Bewässerungssysteme können in zwei Klassen aufgeteilt werden: Tropfbewässerung und Mikrosprinkler. Beiden Methoden ist gemeinsam, dass sie nur einen Teil der Fläche mit Wasser versorgen: 50 bis 70% der Fläche mit dem Mikrosprinkler und weniger als 5% mit der Tropfbewässerung. Beide ermöglichen im Vergleich zur Überkronenbewässerung eine Wassereinsparung von 20 bis 50% (Boland et al. 2006). Tropfbewässerung und Mikrosprinkler funktionieren mit relativ wenig Druck. Die neuen Generationen druckkompensierender Tropfer und Mikrosprinkler geben konstante Wassermengen auch bei wechselndem Druck (zwischen 1 und 4 bar) ab.

Mikrosprinkler haben generell eine Reichweite von 1 bis 2 m Radius, womit eine Fläche von 3 bis 13 m² pro Sprinkler abgedeckt wird. Bei einer Pflanzdichte von weniger als 1300 Bäumen/ ha wird ein Mikrosprinkler pro Baum benötigt; bei einer Pflanzdichte von mehr als 1300 Bäumen/ ha reicht ein Sprinkler pro zwei Bäumen. Die Wassermenge pro Sprinkler liegt in der Regel zwischen 35 und 50 L/ h, was je nach Anlage einer fiktiven Regenmenge (Wassermenge/ m² bepflanzter Fläche/ Stunde) von 2 bis 5 mm/ h entspricht.

Der Mikrosprinkler benötigt im Vergleich zur Tropfbewässerung eine höhere Wassermenge. Es ist darauf zu achten, dass der Wasserbedarf der einzelnen Sektoren auch während der kritischen Periode nicht höher ist, als die Wassermenge, die effektiv zur Verfügung steht. Die Bemessung der wichtigsten Leitungen sowie die Verteilung auf einzelne Bewässerungssektoren sind auf diese Menge abzustimmen. Dabei ist ein guter Kompromiss zwischen Realisierungskosten und korrektem Management bei der Bewässerungsabfolge in den einzelnen Sektoren anzustreben. Die Aufteilung in kleinere Sektoren ermöglicht eine Senkung der Kosten, das Bewässerungsmanagement wird aber komplizierter. Dies macht eine Automatisierung unumgänglich und die Programmierung der Automaten wird komplizierter, da für jede Parzelle die Menge und Häufigkeit angepasst werden müssen

 

Tropfbewässerung: Die Bäume haben die Fähigkeit, das benötigte Wasser mit einem kleinen Teil der Wurzeln aufzunehmen. In Anlagen, die mit Tropfsystem bewässert werden, sind die Baumwurzeln im Bereich des Tropfs stärker verzweigt.

Es gibt zwei Typen von Tropfern:

  • Tropfschlauch mit manuell eingefügten Knopftropfern
  •  Tropfschlauch mit vorinstallierten Tropfern im Abstand von 0.3 bis 1.0 m und einer Ausflussrate von 1.0 bis 2.3 L/ h.

Manuell eingefügte Tropfer haben den Vorteil, dass sie eine Installation ermöglichen, die genau an die Pflanzdichte angepasst werden kann. Ein Tropfer jeweils zwischen zwei Bäumen reicht bei einer dicht bepflanzten Anlage aus. Schläuche mit integrierten Tropfern werden aber immer häufiger verwendet. Damit können Arbeitskosten gespart werden, da sie nur auf den Boden gelegt werden und keine Einrichtung für das Aufhängen benötigen. Tropfschläuche können auch vergraben werden.

Beregnung lohnt

Die Beregnung landwirtschaftlicher Kulturen stellt für immer mehr Landwirte eine zentrale Bedeutung dar. Die voranschreitenden Klimaveränderungen haben den Trend zu immer größeren Verdunstungsraten und damit verbundenen Ertragseinbußen bei bislang unberegneten Flächen enorm angekurbelt.

Außerdem war es in den letzten Jahren zu einer Ausweitung der Beregnungswürdigkeit diverser Kulturen gekommen, da beispielsweise durch gestiegende Erzeugerpreise beim Getreide und Raps größere Mehrerträge zur Kompensation der Kosten notwendig wurden oder eine größere Nachfrage nach Silomais durch immer mehr Biogasanlagen stattgefunden hat. Außerdem steht für viele Landwirte fest, dass der Erhalt bzw. die Ausweitung der Flächenproduktivität nur mit Bewässerung zu erfüllen ist.

Im Kartoffelanbau investieren immer Landwirt in eine Beregnungsanlage, obwohl die Jahre 2011 und 2012 im Vergleich zu den Jahren 2009 und 2010 nicht besonders beregnungsintensiv waren. Gründe dafür waren neben Sicherung von Ertragsserwartungen insbesondere Beweggründe zur Qualitätserhaltung und Qualitätsausweitung.

Bei Sonderkulturen ist neben einer ausreichenden Wasserversorgung die Düngung und der Pflanzenschutz enorm wichtiger Produktionsfaktor. Auch in diesem Bereich haben wir für Sie die richtige Lösung und Technik parat.