Messtechnik

Tensiometer haben sich bereits seit Jahrzehnten tausendfach in der Praxis bewährt, und sind ideal zur Steuerung von Tropfbewässerungssystemen geeignet.

Vorteile

Das Tensiometer bietet für die Bewässerungssteuerung viele Vorteile:

  • geringe Kosten
  • ein sehr genaues Meßergebnis auch bei geringer Saugspannung
  • einfache Interpretation der Meßwerte
  • Meßwerte sind von Standort zu Standort übertragbar
  • Der Meßwert wird nicht durch EC Wert der Bodenlösung beeinflußt

 

Funktionsweise

Tensiometer bestehen aus einer porösen Keramikspitze, einem Schaft und einem luftdicht aufgesetzten Manometer oder Druckumformer. Zum Betrieb müssen Tensiometer mit Wasser gefüllt sein. Das Wasser im Inneren des Tensiometers steht über Poren der Keramik mit dem Bodenwasser in Verbindung. Trocknet der Boden ab, „zieht" das Bodenwasser am Wasser im Inneren des Tensiometers, und im Tensiometer entsteht ein Unterdruck, der vom Manomater angezeigt wird. Dieser Unterdruck entspricht der Saugspannung des Bodenwassers, der üblicherweise in hPa (= m/bar) oder centibar (=10 hPa) angegeben wird.

Sobald der Boden feuchter wird, läßt die Saugspannung nach, Wasser läuft zurück in den Tensiometerschaft. Dabei geraten zwangsläufig winzige Mengen Luft in den Schaft, so daß sich nach einiger Zeit die Wassermenge im Schaft verringert und das Tensiometer nachgefüllt werden muß. Nach der Saison müssen Tensiometer aus dem Boden entfernt werden, um Frostschäden zu vermeiden.

Typische Einsatzfelder

Erdbeeren und Beerenobst, Feingemüse, Spargel, Hopfen und Baumobst im Freiland, Tunnelanbau, Anbau unter Glas, sowie Baum- und Rebschule.
Geeignet für wissenschaftliche Anwendungen.